Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe, damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis… Lukas 1,78f

Im Vorraum von unserem Schlafzimmer haben wir eine ganz erstaunliche Lampe in der Steckdose. Sobald wir Nachts die Tür aufmachen, geht dort automatisch ein kleines Licht an und leuchtet uns den Weg. Man kann dieses Licht sogar aus der Steckdose nehmen und dann als Taschenlampe benutzen. Manch einer von euch kennt so ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder oder hat es selbst in irgendeiner Steckdose. Das ist wirklich praktisch! Wir haben uns daran gewöhnt, dass wir genügend Licht haben. Der Bibelvers aus dem Lobgesang des Zacharias „beleuchtet“ mit seinem Licht-Finsternis-Vergleich aber ein ganz anderes Licht und eine andere Dunkelheit. Gott hatte dem Zacharias nämlich durch seinen Heiligen Geist einen Blick dafür gegeben, wer Jesus ist: Er ist die Mensch gewordene Barmherzigkeit Gottes, ein „Nachtlicht“ für die Welt. Gott tat es im Herzen weh, Menschen im Dunklen sitzen zu sehen, weil sie keinen Mut haben, ihnen die Hoffnung abhanden gekommen ist oder sie in Schuld verstrickt sind. Darum besucht er unsere Welt, um es durch Jesus in einzelnen Menschen wieder hell zu machen. Genau das feiern wir an Weihnachten. Genau darum gibt es den Adventskranz, den Weihnachtsbaum und die vielen Lichter in der Wohnung. So kann jedes Licht in dieser dunklen Zeit ein Ermutigungszeichen dafür sein, dass Gott dich in deiner konkreten „Dunkelheit“ nicht sitzen lässt. Und jedes Nachtlicht, dass automatisch deinen Weg heller macht, kann dich an diese geniale Botschaft erinnern.

Dein Thomas Koschinski, Gemeinschaftspastor