Ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. Römer 8,18

Herbert Grönemeyer singt: „Der Mensch heißt Mensch, weil er irrt und weil er kämpft, weil er hofft und liebt, weil er mitfühlt und vergibt.“ Ja, was zeichnet uns Menschen aus? Eine Besonderheit ist, dass wir Hoffnung haben können. Hoffnung auf etwas, das wir noch nicht haben, auch noch nicht sehen, aber ersehnen. Paulus betätigt sich mit dem Kapitel Acht im Römerbrief als Blickerweiterer, Hoffnungsmacher und Perspektivenverschieber. Er schreibt ja zunächst in die direkte Situation der Gemeinde in Rom hinein und lehrt darüber, welche Auswirkungen die „Gerechtigkeit aus Glauben“ hat. Er vermittelt eine Perspektive, die über dieses Leben hinausgeht, weil Kinder Gottes das ewige Leben erben werden. Ganz schön weit weg von unserer Lebenswirklichkeit das Ganze, oder? Wer denkt denn schon jetzt an den Himmel? Und vor allen Dingen: wer von uns hat schon zu leiden, weil er an Jesus Christus glaubt? Wohl keiner von uns! Aber viele unserer Schwestern und Brüder, die in Ländern leben, wo Christen ins Gefängnis gesperrt, von der Familie ausgeschlossen, in Umerziehungslagern gesteckt oder sogar ermordet werden. Und doch zeigt der Blick in den Himmel jedem von uns heute, dass es da noch eine ganz andere Wirklichkeit gibt. Dass es sich lohnt, eine ewige Perspektive zu haben. Und dass Hoffnung nicht nur eine wage Vorstellung ist, sondern zur Überzeugung werden kann.

Dein Thomas Koschinski, Gemeinschaftspastor