Wächst denn da überhaupt was?

Das Gleichnis vom Sämann

3 Hört zu! Siehe, es ging ein Sämann aus zu säen. 4 Und es begab sich, indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf. 5 Anderes fiel auf felsigen Boden, wo es nicht viel Erde hatte, und ging bald auf, weil es keine tiefe Erde hatte. 6 Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es. 7 Und anderes fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und erstickten's, und es brachte keine Frucht. 8 Und all das Übrige fiel auf das gute Land, ging auf und wuchs und brachte Frucht, und einiges trug dreißigfach und einiges sechzigfach und einiges hundertfach. (Mk. 4,3-8)

Die Deutung des Gleichnisses

13 Und er sprach zu ihnen: Versteht ihr dies Gleichnis nicht, wie wollt ihr dann die andern alle verstehen? 14 Der Sämann sät das Wort. 15 Diese aber sind es, die an dem Wege sind: Wo das Wort gesät wird und sie es gehört haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät war. 16 Und diese sind es, die auf felsigen Boden gesät sind: Wenn sie das Wort gehört haben, nehmen sie es sogleich mit Freuden auf, 17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; wenn sich Bedrängnis oder Verfolgung um des Wortes willen erhebt, so kommen sie alsbald zu Fall. 18 Und andere sind es, die unter die Dornen gesät sind: Die haben das Wort gehört, 19 und die Sorgen der Welt und der trügerische Reichtum und die Begierden nach allem andern dringen ein und ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht. 20 Und jene sind es, die auf das gute Land gesät sind: Die hören das Wort und nehmen's an und bringen Frucht, einige dreißigfach und einige sechzigfach und einige hundertfach. (Mk.4,13-20)

Lasst uns keine falschen Schlüsse ziehen!

1) Es fallen Samenkörner auf den Weg, die Felsen und unter die Disteln, gerade WEIL der Sämann so verschwenderisch/breitwürfig die Saat auf’s Feld streut.
2) Wachstum braucht Zeit. Geduld ist nötig, GOTT lässt wachsen.
3) Das, was auf’s Feld fällt, bringt Frucht (30fach, 60fach, 100fach)

Unsere Aufgabe ist es nicht, uns Sorgen zu machen, oder abzuwägen, ob sich die Verbreitung von Gottes Liebe und seinem Wort überhaupt lohnt. Sondern lasst uns mit vollen Händen in alle Richtungen weitergeben und fröhlich dabei sein. Und wir dürfen dabei mitwirken und gespannt dabei zugucken, wie Gott daraus etwas wachsen lässt. Und wie die Saat aufgeht und wie das, was wir da einbringen, weitere Frucht bringt; manches 30fach, anderes 60fach und anderes 100fach.

Sind wir bereit ... ?

“13 Ihr werdet mich suchen und finden; denn wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, 14 so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR” (Jer. 29,13+14a)

Der Kämmerer aus Äthiopien

26 Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Steh auf und geh nach Süden auf die Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt und öde ist. 27 Und er stand auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Äthiopien, ein Kämmerer und Mächtiger am Hof der Kandake, der Königin von Äthiopien, ihr Schatzmeister, war nach Jerusalem gekommen, um anzubeten. 28 Nun zog er wieder heim und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaja. 29 Der Geist aber sprach zu Philippus: Geh hin und halte dich zu diesem Wagen! 30 Da lief Philippus hin und hörte, dass er den Propheten Jesaja las, und fragte: Verstehst du auch, was du liest? 31 Er aber sprach: Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet? Und er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen. 32 Die Stelle aber der Schrift, die er las, war diese (Jesaja 53,7-8): »Wie ein Schaf, das zur Schlachtung geführt wird, und wie ein Lamm, das vor seinem Scherer verstummt, so tut er seinen Mund nicht auf. 33 In seiner Erniedrigung wurde sein Urteil aufgehoben. Wer kann seine Nachkommen aufzählen? Denn sein Leben wird von der Erde weggenommen.« 34 Da antwortete der Kämmerer dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem redet der Prophet das, von sich selber oder von jemand anderem? 35 Philippus aber tat seinen Mund auf und fing mit diesem Schriftwort an und predigte ihm das Evangelium von Jesus. 36-37 Und als sie auf der Straße dahinfuhren, kamen sie an ein Wasser. Da sprach der Kämmerer: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, dass ich mich taufen lasse? 38 Und er ließ den Wagen halten und beide stiegen in das Wasser hinab, Philippus und der Kämmerer, und er taufte ihn. 39 Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus und der Kämmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine Straße fröhlich. (Apg. 8,26-39)

Sind wir bereit, …
… Gottes Wort höher zu stellen, als die menschliche Logik?
… alles, was wir haben, als Haushalterschaft zu sehen?
… einem Impuls zu folgen, den wir von Gott / vom Heiligen Geist bekommen?
… dann den Weg zu gehen?

Sind wir (noch) in der Lage, anderen Menschen das Evangelium zu erklären?

Gibt es bei uns Menschen, die ihren Weg fröhlich ziehen können, weil wir in der Lage sind, …
… auf Gottes Wort zu hören,
… neben ihnen her zu laufen,
… auf ihren Wagen zu steigen,
… Zeit für sie zu haben,
… Evangelium zu erklären,
so dass sich Leben für immer verändert?

Der Sabbat und die Hoffnung

(Kanzeltausch zum Abschluss der Allianzgebetswoche 2022)

9 Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes. 10 Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch von seinen Werken so wie Gott von den seinen. 11 So lasst uns nun bemüht sein, in diese Ruhe einzugehen, damit nicht jemand zu Fall komme wie in diesem Beispiel des Ungehorsams. 12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens. (Hebr. 4,9-12)

Was treibt mich? - Hoffnung auf Ruhe und Frieden
- Es ist für das Volk Israel nach wie vor möglich, in die Ruhe Gottes einzugehen; (Psalm 95).
- Es ist durch Christus eine Ruhe vorhanden; auch für uns Christen. Wir dürfen nur unsere Herzen nicht verstocken.
- Die Ruhe Gottes ist mehr als Stille, frei haben, die Füße hochlegen.

Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. (Mk. 2,27)

Der Sabbat und die … (Themen der AGW)
- Identität
- Versorgung
- Ruhe
- Barmherzigkeit
- Erinnerung
- Freude
- Großzügigkeit

Die Offenbarung unserer Identität als Gotteskinder, die grenzenlose Versorgung durch Gott, die Ruhe von der Hektik, dem Stress und der Arbeit, die Barmherzigkeit Gottes, die Erinnerung an Gottes Heilstaten, die grenzenlose, ungetrübte Freude, die unendliche Großzügigkeit Gottes.

All das sind Merkmale und Eigenschaften des erwarteten Gottesreiches. Das zeichnet uns ein Bild von der Ruhe, in die wir einst eingehen werden und von der der Hebräerbrief spricht. Am Horizont des Seins blitzt das Gottesreich auf, das irgendwann in seiner vollen Pracht erscheinen wird, wenn Gott selbst zur Herrschaft gelangt und all das Menschliche, der Streit, die Lügen, die Politik, die Lockdowns verschwinden, und Gott selbst zur Herrlichkeit gelangt.
Um in diese Ruhe eingehen zu können, das ewige Gottesreich, gilt es nur eins zu tun:

“Verschließt eure Herzen nicht vor Gott.”

Jesus ist anders

35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten. 36 Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt mich gesehen und glaubt doch nicht. 37 Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. 38 Denn ich bin vom Himmel gekommen, nicht damit ich meinen Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat. 39 Das ist aber der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern dass ich's auferwecke am Jüngsten Tage. 40 Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage. (Joh. 6,35-40)

J a h r e s l o s u n g 2 0 2 2
”Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.” (Joh. 6,37b)

Jesus ist anders
1) Kommen (ER hat geöffnete Arme)
’kommen’ kann auch als ‘glauben’ übersetzt werden. => Wer an mich glaubt, den werde ich nicht abweisen.
2) Willkommen (ER hat keine Berührungsängste)
”Alles, was mir der Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.” (Joh.6,37)

Über dem Eingangstor zum Ewigen Leben steht: ‘Wer glaubt, wird gerettet’. Geht man aber hindurch und sieht zurück, so sieht man von innen das Schid: ‘Erwählt vor Anbeginn der Welt’. (C. H. Spurgeon)

3) Angenommen (ER lädt Alle zu sich ein)
"Wer bei mir ist, den werde ich nicht hinausstoßen (oder: hinauswerfen)”
4) Angekommen
Bist DU schon im “Jesus-Team”?

Erinnerungen

Rückblick:
6. Januar: Trump-Anhänger stürmen das Kapitol, sieben Menschen sterben
18. Februar: Ein Geländefahrzeug-Roboter der NASA landet auf dem Mars
19. März: Für ihre Verdienste um die Impfstoffentwicklung erhalten Özlem Türeci und Ugur Sahin das Bundesverdienstkreuz
25. April: Mit 350.000 Corona-Neuinfektionen meldet Indien einen weltweiten Tageshöchstwert
24. Mai: In Minsk wird die Landung eines Flugzeugs erzwungen und der Systemkritiker Roman Protasewitsch mit Freundin verhaftet
11. Juni: In Rom findet das Eröffnungsspiel der Fußball-EM statt
15. Juli: Eine Überschwemmung verwüstet NRW und RP, 160 Menschen sterben
15. August: Die Taliban übernehmen die Regierung in Afghanistan
19. September: Der Vulkan Cumbre Vieja auf La Palma bricht aus und spuckt drei Monate lang ununterbrochen Asche und Lava
21. Oktober: SPD, Grüne und FDP kommen zu Koalitionsverhandlungen zusammen
10. November: Die vierte Corona-Welle grassiert in Deutschland; der Landkreis Rottall-Inn überschreitet als erster den Inzidenzwert 1000
24. Dezember: Alle Jahre wieder kommt das Christuskind

Wenn du an 2021 zurückdenkst:
- Was war für dich das Schrecklichste?
- Was war für dich das Schönste?

Die Emmausjünger
13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage in ein Dorf, das war von Jerusalem etwa sechzig Stadien entfernt; dessen Name ist Emmaus. 14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten. 15 Und es geschah, als sie so redeten und einander fragten, da nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen. 16 Aber ihre Augen wurden gehalten, dass sie ihn nicht erkannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind das für Dinge, die ihr miteinander verhandelt unterwegs? Da blieben sie traurig stehen. 18 Und der eine, mit Namen Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der Einzige unter den Fremden in Jerusalem, der nicht weiß, was in diesen Tagen dort geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das mit Jesus von Nazareth, der ein Prophet war, mächtig in Tat und Wort vor Gott und allem Volk; 20 wie ihn unsre Hohenpriester und Oberen zur Todesstrafe überantwortet und gekreuzigt haben. 21 Wir aber hofften, er sei es, der Israel erlösen werde. Und über das alles ist heute der dritte Tag, dass dies geschehen ist. 22 Auch haben uns erschreckt einige Frauen aus unserer Mitte, die sind früh bei dem Grab gewesen, 23 haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben eine Erscheinung von Engeln gesehen, die sagen, er lebe. 24 Und einige von denen, die mit uns waren, gingen hin zum Grab und fanden's so, wie die Frauen sagten; aber ihn sahen sie nicht. 25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren, zu trägen Herzens, all dem zu glauben, was die Propheten geredet haben! 26 Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 27 Und er fing an bei Mose und allen Propheten und legte ihnen aus, was in allen Schriften von ihm gesagt war. 28 Und sie kamen nahe an das Dorf, wo sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er weitergehen. 29 Und sie nötigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. 30 Und es geschah, als er mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, dankte, brach's und gab's ihnen. 31 Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. 32 Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege und uns die Schrift öffnete? 33 Und sie standen auf zu derselben Stunde, kehrten zurück nach Jerusalem und fanden die Elf versammelt und die bei ihnen waren; 34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon erschienen. 35 Und sie erzählten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wurde, da er das Brot brach. (Lukas 24,13-35; LUT 2017)

1) Enttäuschte Hoffnung
Wir verstehen das nicht! Was soll jetzt bloß werden … ?

2) Der fremde Zuhörer erklärt die Zusammenhänge
Aber obwohl Jesus höchstpersönlich ihnen die Geschehnisse und die Schrift auslegt, erkennen sie ihn nicht!

3) Jesus wird am Brotbrechen erkannt
Von der Resignation zur Begeisterung

Quiz: Wie möchte Jesus erinnert werden?*
(*Diese Frage stellt Hape Kerkeling in seiner Biographie „Der Junge muss an die frische Luft“)
a) Durch Kruzifixe in Schulen und an Wegesrändern
b) Durch gute Predigten und korrekte Bibelauslegung
c) Durch das Teilen von Brot
„Und er nahm das Brot, dankte und brach‘s und gab‘s ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.“ (Lukas 22, 19)

Eigentlich ist die Emmausgeschichte ein Ostertext…
- aber auch ein Weihnachtstext
- und ein Silvestertext
Wo und wann hat Jesus dich im vergangenen Jahr begleitet?
Wer hat mit dir sein Brot geteilt und mit wem kannst du teilen?

Alle Jahre wieder kommt das Christuskind auf die Erde nieder wo wir Menschen sind;
Kehrt mit seinem Segen ein in jedes Haus geht auf allen Wegen mit uns ein und aus;
Ist auch mir zur Seite still und unerkannt daß es treu mich leite an der lieben Hand.

Gott ist mit uns
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Dietrich Bonhoeffer, 19. Dezember 1944

Wer bin ich schon?

Es ist Weihnachten geworden!

Das zeigt uns zwei Sachen ganz deutlich:
1) Jesus, dieses Kind in der Krippe, ist etwas ganz Besonderes.
2) DU bist etwas ganz Besonderes.

Für Gott bist du nicht nur ein Name oder eine Nummer.
Gott kam auf die Welt, um DICH zu treffen und Gemeinschaft mit dir zu haben.

Freuet euch? - Freuet euch!

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! … Der Herr ist nahe! (Phil. 4,4+5b; LUT 2017)

Kann Freude denn einfach so “befohlen” werden?
Manchmal kann der Verdacht aufkommen, dass der Versuch, jemand anderen unbedingt zur Feude bringen zu wollen, mitunter der Versuch ist, sich fremde Trauer und fremden Schmerz vom Hals zu halten, weil man selbst schon genug davon hat.

Paulus macht keinen Druck
Er “befreit” die Freude davon, dass sie Bedingungen braucht. Es gibt eine Freude, die bedingungslos ist, aber nicht grundlos. Sie hat einen guten Grund. Und dieser Grund ist immer da: “Freut euch in dem HErrn!”.
Wenn sonst jeder Grund zur Freude weg ist, dann freut euch in dem HErrn. Denn er ist immer da. Jesus lässt sich nicht davon abhalten, uns ganz nahe zu sein; egal, wo wir sind.
Paulus “befreit” die Freude aus ihrer Abhängigkeit von den Lebensumständen. Er ermutigt uns, auf Gott zu schauen und ihm alles hinzulegen. Er sagt nicht ‘Vergesst eure Sorgen!’. Paulus nimmt unsere Sorgen ernst. Aber er nennt uns den Ort, wo die Sorgen hingehören, damit sie uns diese Freude nicht zerstören.

Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, wird eure Herzen und Sinne in Christus Jesus bewahren. (Phil. 4,7; LUT 2017)

H o f f n u n g

Das Kommen des Menschensohns

25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, 26 und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. 27 Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. 28 Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht. (Luk 21,25-28; LUT 2017)

1) Hoffnung
”Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht.” (Luk 21,28)

2) Hoffnungslosigkeit
”Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen.” (Luk 21,25+26)

Angesichts der aktuellen Nachrichten kann einem Angst und Bange werden:
- Coronapandemie
- Umweltkrise
- Klimakatastrophe
- Kriegerische Auseinandersetzungen
- 82 Mio. Flüchtlinge weltweit
- …

3) Hoffnungsträger
”Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit.” (Luk 21,27)

Nachfolgerinnen und Nachfolger Jesu erwarten das Ende nicht durch eine Klimakatastrophe, oder einen Atomkrieg, oder einen Meteoriteneinschlag. Sie erwarten, dass Jesus wiederkommt.
Jesus - meine Hoffnung - lebt! Er hat die Lösung von allen Problemen, weil er auf dem Thron sitzt und alle Möglichkeiten hat.
Es geht - letztendlich - nicht um die Rettung unseres Planeten. Es geht um die Rettung von den Menschen auf dem Planeten.

4) Hoffnungsblick
- In Erwartung leben
- Im “Jetzt” tanzen
- Jesus ist die Lösung

Hoffnung ist die Fähigkeit, die Musik der Zukunft zu hören.
Glaube ist der Mut, in der Gegenwart danach zu tanzen.

Peter Kuzmic

Friede der bleibt

Der Friedenskönig

9 Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin. 10 Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde. (Sach. 9,9+10; LUT 2017)

1) Freue dich sehr
”Freue dich sehr, jauchze!”
”Siehe, dein König kommt zu dir!”: Zu DIR!
”Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.” (Sach. 2,14; LUT 2017)

2) Über deinen König
“Ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf dem Füllen der Eselin.”
- Gerechter
”Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.” (Jer. 23,5; Lut 2017)
- Helfer
”Die Auferweckung des Lazarus” (Joh. 11,21-44)

3) Er bringt Frieden
”Denn ich will die Wagen vernichten in Ephraim und die Rosse in Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.” (Sach. 9,10)
- Dieser König bringt Frieden: “Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht.” (Joh. 14,27; LUT 2017)

1) Darum freue dich sehr
2) über deinen König,
3) der dir seinen Frieden gibt!

Gott kommt in diese Welt - Und wie stellen wir uns das vor?

Einzug in das Heiligtum

1 Ein Psalm Davids. Die Erde ist des HERRN und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen. 2 Denn er hat ihn über den Meeren gegründet und über den Wassern bereitet. 3 Wer darf auf des HERRN Berg gehen, und wer darf stehen an seiner heiligen Stätte? 4 Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug: 5 der wird den Segen vom HERRN empfangen und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heiles. 6 Das ist das Geschlecht, das nach ihm fragt, das da sucht dein Antlitz, Gott Jakobs. Sela. 7 Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! 8 Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR, stark und mächtig, der HERR, mächtig im Streit. 9 Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe! 10 Wer ist der König der Ehre? Es ist der HERR Zebaoth; er ist der König der Ehre. Sela. (Psalm 24; LUT 2017)

1) Einzug ins Heiligtum
- Gott ist überall, aber es gibt Orte, an denen er für uns da sein und sich finden lassen will.
- “Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.” (Matth. 18,20; LUT 2017)
2) Die Erde ist des HErrn
- Gott kommt nicht an einen Ort, der für ihn fremd und unbekannt ist.
- Er kommt dorthin, wo er längst schon war.
3) Wer darf kommen?
- “Wer unschuldige Hände hat und reinen Herzens ist, wer nicht bedacht ist auf Lüge und nicht schwört zum Trug” (Psalm 24,4; LUT 2017). Die Hände stehen für das Verhalten und das Herz steht für die Gesinnung.
- Schwierige Einlassbedingungen?
- So leben, wie es der Gemeinschaft mit Gott entspricht.
- Bekenntnis: Zu Gott gehören schließt mein Denken, meine Absichten und mein Verhalten ein.
4) Macht hoch die Tür!
- “Erhebt, ihr Tore, eure Häupter, erhebt euch, ihr uralten Pforten, dass einziehe der König der Herrlichkeit.” (so wörtlich Psalm 24,7(+9))
- Gott zieht als Sieger im Kampf ein.
- Er richtet sein Friedensreich auf.

Advent - Gott kommt
- Zeit der Vorbereitung
- Zeit der Vorbereitung für Gott
- Zeit, mein Leben für die Begegnung mit IHM vorzubereiten
-Wie kann ich mich vorbereiten?
- Wo gibt es Bereiche in meinem Leben, die so eine Vorbereitung brauchen?

Advent 2021
- Gott kommt
- Weiter Bogen von der Schöpfung über die Gegenwart bis zum Ende der Zeit
- “Komm o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.”

Bekenntnis - Leitbild - Vision
So wollen wir als Einzelne und als Gemeinde leben.

Frage: Was haben das Coronavirus und das Christkind gemeinsam?
Antwort: Beide kommen, auch wenn man nicht daran glaubt. (J.Z.)

Zwischen Buß- und Bettag

Die Rückkehr des verlorenen Sohnes
24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; er war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber der ältere Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Hause kam, hörte er Singen und Tanzen 26 und rief zu sich einen der Knechte und fragte, was das wäre. 27 Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederhat. 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater heraus und bat ihn. 29 Er antwortete aber und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und du hast mir nie einen Bock gegeben, dass ich mit meinen Freunden fröhlich wäre. 30 Nun aber, da dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Hab und Gut mit Huren verprasst hat, hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet. 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich und guten Mutes sein; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist wiedergefunden. (Lk. 15,24-32; LUT 2017)

Leben in der Gegenwart Gottes … heißt das für Dich
- Knecht statt Kind?
- Selbstgerechtigkeit statt Gerechtigkeit?
- Ernst statt Freude?

Buße:
Umdenken, sich wieder hinwenden - hin in die Gegenwart Gottes. Wieder einen freien Blick zum liebenden Vater haben. Er ist nur einen (Buß-)Schritt entfernt.

Rembrandt “Die Rückkehr des verlorenen Sohnes”

Weltweiter Gebetstag für verfolgte Christen (OpenDoors)

Zwei Beispiele:

Subsahara - Afrika / Bitte bete
- um Heilung für diejenigen, die Gewalt erfahren oder Angehörige verloren haben;
- um Versorgung für die Witwen, deren Männer ermordet wurden und die nun allein für ihre Familien sorgen müssen;
- um Kraft für die Christen, ihren Blick auf Jesus und nicht auf das Leid und die Gewalt zu richten;
- dass Jesus den Verfolgern begenet und sie umkehren und sich ihm zuwenden.

Christen muslimischer Herkunft / Bitte bete
- dass sie trotz Druck und Verfolgung an Jesus festhalten;
- für Kontakte zu Glaubensgeschwistern und Möglichkeiten zur Gemeinschaft;
- um Zugang zu Gottes Wort und gesunder Lehre, um im Glauben wachsen zu können;
- um Schutz und um gute Leiter für die Untergrundgemeinden;
- dass die Familien nicht mit Gewalt reagieren, sondern sich auch für das Evangelium öffnen.

www.opendoors.de

Nicht auf alten Spuren bleiben (müssen)

1 Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du auch bist, der du richtest. Denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst, weil du ebendasselbe tust, was du richtest. 2 Wir wissen aber, dass Gottes Urteil zu Recht über die ergeht, die solches tun. 3 Denkst du aber, o Mensch, der du die richtest, die solches tun, und tust auch dasselbe, dass du dem Urteil Gottes entrinnen wirst? 4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Güte, Geduld und Langmut? Weißt du nicht, dass dich Gottes Güte zur Buße leitet? 5 Du aber, mit deinem verstockten und unbußfertigen Herzen, häufst dir selbst Zorn an für den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten Gerichtes Gottes (Röm. 2,1-5; LUT 2017)

Sünde = Zielverfehlung
Buße = Umkehr, Richtungsänderung, Kurskorrektur

Als unser Herr und Meister Jesus Christus sagte: “Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen.”, wollte er, dass das ganze Leben der Glaubenden Buße sei. (Martin Luther, 1.These)

1.) Raus aus dem Alten (Grundsätzliches zur Buße):
Seit der Zeit fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen! (Matth. 4,17; LUT 2017)
… und dass gepredigt wird in seinem Namen Buße zur Vergebung der Sünden unter allen Völkern. (Lk 24,47; LUT 2017)
Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes. (Apg. 2,38; LUT 2017)

2.) Die Messer schärfen (Buße als Lebenshaltung):
Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle! Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurück auf den Weg, der zum ewigen Leben führt. (Psalm 139, 23f)

Ich schäme mich nicht für die Gute Nachricht / Reformationstag

Das Evangelium als Kraft Gottes

16 Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht alle, die glauben, die Juden zuerst und ebenso die Griechen. 17 Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht (Habakuk 2,4): »Der Gerechte wird aus Glauben leben.« (Röm. 1,16+17; LUT 2017)

Als Gerechtfertigte finden wir im Vertrauen auf die Gute Nachricht die Kraft Gottes, die uns zum Leben führt

1) Gerechtfertigt durch das Evangelium
Weil Gott uns bedingungslos liebt, hat er selbst durch seinen Sohn Jesus Christus den Tod auf sich genommen. Und durch die Auferstehung Jesu hat Gott uns mit sich selbst versöhnt.

2) Gerufen zum Glauben
Diese Gerechtigkeit wird durch das Vertrauen sichtbar. Durch das Vertrauen auf die Gute Nachricht wird Gottes Treue in unserem Leben deutlich.

3) Gerettet zum Leben
Aus der Kraft der Guten Nachricht sind wir durch das Vertrauen in Gottes Treue gerettet. Wir haben Leben mit der Perspektive ‘Ewigkeit’.

“HErr, du lässt mich nicht im Stich, wirst mir niemals deine Hilfe entziehen. HErr, manchmal will ich nur noch fliehen. Aber wohin sonst sollte ich gehen? Wer sonst könnte mich besser verstehen?” (Katharina Baum)